Mitgliedschaft in der Kirchengemeinde

Die Gemeinde ist die kleinste Einheit des kirchlichen Lebens, die ganze Kirche wird durch sie gehalten. Was heißt das?

Was ist das, die Kirchengemeinde?

Als Christus die Kirche erschuf, baute er keine Mauern oder Gebäude. Er sagte einfach zu seinem Jünger: geh in diese Welt, lehr die Leute und taufe sie. Die Menschen nahmen bereitwillig den Glauben an unseren Erretter an. Wie wir aus der Bibel wissen, blieben die Apostel bei den Gemeinden, die sie gegründet hatten. Und als es zu viele wurden, ernannten sie Menschen, die im Namen der Apostel diese Gemeinschaften führen sollten. Das ist die erste Kirche. Weder Gebäude noch Eigentum, eine einfache Gemeinschaft. Sie versammelten sich jeden Tag, beteten zusammen, aßen zusammen, lebten zusammen. Alles, was sie besaßen, teilten sie untereinander. Das ist es, was Christus geschaffen hat, das ist seine Kirche.

In der Geschichte entwickelte sich die Kirche und es wurde notwendig, Kirchengebäude zu bauen und Strukturen zu schaffen. Aber die Gemeinde blieb das Wesen der Kirche. So war es auch in Russland vor der Revolution. Als die Sowjets die Macht übernahmen, war es das erste, was sie gegen die Kirche taten, dass sie alle Gemeinden schlossen und ihnen verboten irgendetwas zu tun. Und den Priestern wurde der Priesterdienst verboten. Durch die Zerstörung der Gemeinden zerstörten sie auch erfolgreich das kirchliche Leben. Und obwohl die Menschen zu Hause immer noch beteten und Hunderte von Kilometern reisten, um anonym in die Kirche zu gehen, hörte das kirchliche Leben auf.

Die meisten von uns sind noch in der Sowjetzeit aufgewachsen und wir kennen das Gemeindeleben oder das kirchliche Leben nicht. In Russland gab es keine Kirchen, in denen man Mitglied werden oder an einer Art von Veranstaltung teilnehmen konnte.
Das Einzige was war, das waren Mitarbeiter der Kirche, die täglich den ganzen Tag in der Kirche waren und manchmal die Leute wegschickten, aber auch manchmal mit ihnen sprachen und Ratschläge gaben. Die meisten von uns gingen in die Kirche, um dort zu tun, was nötig ist (eine Kerze kaufen, einen Bittgottesdienst bestellen, eine Ikone kaufen) und danach so schnell wie möglich wieder nach Hause zu gehen.

Im Westen jedoch, bewahrten die Emigranten der 20-er Jahre in den Kirchen das Gemeindeleben. Nach dem Gottesdienst tranken sie zusammen Kaffee, organisierten Kreise, wo sie spirituelle Bücher diskutierten, halfen einander wenn es nötig war, feierten zusammen an Feiertagen und so weiter. Für sie war das Kirchengebäude nicht nur ein Ort des Gebetes, wo man seine Sache macht. Für sie war das Kirchengebäude ein Ort des Zusammentreffens, ein Treffen mit Gott und mit deinem Bruder.

Es war diese Art von Leben, die der verstorbene Patriarch Alexi II meinte, als er sagte, dass wir das Gemeindeleben wiederbeleben müssen.
 

Warum sollte man ein Mitglied der Kirchengemeinde werden?

Mein Traum für unsere Gemeinde ist, dass wir das Gemeindeleben wiederbeleben können. Dass unser Kirchengebäude ein Ort des Zusammentreffens sein wird, während des Gottesdienstes mit Gott, aber danach auch miteinander. Um nach dem Gottesdienst zusammen eine Tasse Kaffee oder Tee zu trinken, an den Feiertagen gemeinsam das festliche Mahl essen, gemeinsam Jubiläen feiern. Aber auch im Verlauf der Woche kann man sich treffen. Warum nicht Kreise für russische Literatur organisieren für diejenigen, die gern lesen, oder für den russischen Film, für diejenigen, die gern Filme ansehen, russische Küche, für die, die gerne kochen oder backen, russische Lieder für diejenigen, die gerne singen? Das sind nur ein paar Ideen. Man kann sich auch vorstellen, eine russische Schule zu schaffen, damit die neuen Generationen die russische Sprache, die russische Geschichte und die russischen Traditionen nicht vergessen. Für Kinder können Feiertage wie Weihnachtsbaum, Ostern, das Ende des Schuljahres und so weiter organisiert werden.

Natürlich brauchen wir Freiwillige, die helfen wollen, dies zu organisieren, und das alles braucht auch Geld. Es wird oft gedacht, dass das Patriarchat uns finanziert, aber es ist nicht so. Im Gegenteil, die Gemeinden finanzieren das Patriarchat!

Um am Gemeindeleben und an seiner Organisation teilzunehmen, muss man ein Mitglied der Gemeinde sein. Wenn Sie wollen, dass Ihre Kirche auch in der Zukunft existiert, dass es Gottesdienste gibt, und es einen Platz gibt für Gebete, Trost und Unterstützung, dann müssen Sie ein Mitglied der Gemeinde werden.

Um Ihre Mitgliedschaft zu registrieren, wenden Sie sich bitte an unsere Gemeindeschreiberin, Irina Röpkes oder andere Mitglieder des Kirchenrates.

oder rufen Sie an: 04955 9754196